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Sturm: Halb Traube, halb Wein

Trüb, süß und prickelnd: Sturm gibt es nur wenige Wochen im Jahr. Was er ist, warum er nur aus Österreich kommen darf und wie lange es ihn gibt.

Sturm im Glas © KI-generiertes Bild

Kaum sind die ersten Trauben gelesen, gibt es beim Heurigen wieder Sturm. Trüb, süß und prickelnd ist er weder Traubensaft noch Wein, sondern genau dazwischen.

Was ist Sturm?

Sturm ist Traubenmost, der gerade gärt. Die Hefe verwandelt den Zucker der Trauben nach und nach in Alkohol und Kohlensäure. Darum prickelt er, und die Hefe macht ihn trüb. Frischer Sturm schmeckt süß und fruchtig, mit jedem Tag wird er trockener und stärker.

Auch rechtlich liegt er dazwischen: Sturm hat schon mehr als 1 % Alkohol, aber noch weniger als drei Fünftel des Alkohols, der aus seinem Zucker werden kann. Gärt er weiter, ist er kein Sturm mehr, sondern auf dem Weg zum Wein.

Nur aus Österreich

„Sturm“ ist ein geschützter Begriff. So heißen darf nur gärender Most aus Trauben, die in Österreich geerntet und verarbeitet wurden. In Deutschland kennt man Ähnliches als Federweißen.

Sturm gibt es weiß und rot, je nachdem, aus welchen Trauben er gekeltert wurde.

Wie lange gibt es Sturm?

Verkauft werden darf Sturm vom 1. August bis zum 31. Dezember des Erntejahres, und nur, solange er noch gärt. Beim Heurigen gibt es ihn meist im September und Oktober, solange gelesen wird.

Worauf Sie achten sollten

  • Sturm arbeitet weiter: Flaschen zum Mitnehmen sind nur locker verschlossen, damit die Kohlensäure entweichen kann. Aufrecht transportieren und nie fest zuschrauben.
  • Kühl lagern und bald trinken: Im Kühlschrank gärt er langsamer, wird aber trotzdem von Tag zu Tag trockener.
  • Nicht unterschätzen: Er schmeckt fast wie Saft, hat aber schon Alkohol, und es wird täglich mehr.
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